Wasseraufbereitung

Das Wasser läuft aus der Decke!

Was mich in letzter Zeit immer mehr genervt hat, ist die Wasserschlepperei. Meine Becken stehen im Wohnzimmer im 1. OG. Der Wasseranschluss für die Osmose bzw. die Ionentauscher jedoch befinden sich im Keller. Somit ist Wasserschleppen angesagt. Eimer für Eimer. Doch damit ist künftig Schluss! 

 

Installation

Sanitär 

Wir wohnen in einer Galeriewohnung. Oberhalb der Küche und des Bades befindet sich unter dem Dachfirst ein Kriechgang mit einer maximalen Höhe von 1.40 Meter. Dieser wird als Abstellraum benutzt. Während der Bauphase wurde hierher noch ein Wasseranschluss gelegt, der mit Blindstopfen verschlossen wurde.  Ziel war eigentlich, dass bei Bedarf im Obergeschoss nachträglich noch eine Toilette eingebaut werden kann. 

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 Da in dem Bereich zudem die Abwasserrohr zur Entlüftung durch das Dach geführt werden, war der ideale Standort für die Umkehrosmoseanlage gefunden.
 Nach etwas Planung wurde eines der Abwasserrohre gekürzt und ein reduziertes T-Stück eingebaut. Vor dieses Rohr und einen Stützbalken wurde eine Badbauplatte 120 x 60 montiert. In diese Platte kamen Ausschnitte für das Abwasserrohr. Zudem wurden mittels Montageplatte zwei Anschlussdosen 1/2 " für Warm- und Kaltwasser eingebaut. Diese wurde mittels Alu-Kunststoff-Verbundrohr und entsprechenden Fittings an die bestehende Wasserversorgung angeschlossen.  Image
 Image Vor diese Platte wurde mit Ytong-Steinen und einer weiteren Badbauplatte ein flaches Becken mit einem Bodenablauf konstruiert. Dieses Becken wurde anschließend gefliest und bietet nun die notwendigen Voraussetzungen für die Installation der Osmoseanlage.

 

 

 Elektro

Der Abstellraum unter dem Dach verfügte über keinen Elektroanschluss. Eine am Firstbalken angebrachte Lampe wurde immer mit einem Verlängerungskabel von Außen angeschlossen. Für die Ansteuerung der Magnetventile ist jedoch ein Stromanschluss unbedingt notwendig. In einer angrenzenden Wand sind von beiden Seiten Steckdosen vorhanden. Zwischen den Anschlussdosen ist ein Hohlraum. Nach sorgfältigem Ausmessen wurde mittels einem 14 mm Wanddurchbruchbohrer (nach dem Abstellen des Stroms selbstverständlich Smile) ein Loch längs in die Wand bis zwischen die Anschlussdosen gebohrt. Hier wurde ein Kabel eingezogen und angeschlossen. Im Abstellraum wurden entsprechende Steckdosenlöcher gebohrt und zwei Steckdosen angeschlossen. Für die weitere Installation wurde von hier eine Leitung in Schutzrohren auf Putz verlegt.

 

Neben der Türe befindet sich nun ein Lichtschalter für die Leuchtstoffröhre und neben dem Anschlussbecken befindet sich ein kleiner Verteilerkasten mit darunter angebrachten Feuchtraumsteckdosen für die beiden Magnetventile. Im Verteiler ist eine abgesicherte Steuerplatine mit elektronischen Lastrelais untergebracht. Diese bekommt Steuersignale (24 Volt) von der Nachfüllautomatik.  Image

 

Osmoseanlage

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Die Osmoseanlage von Westaqua liefert nach Herstellerangaben 390 Liter pro Tag und verfügt über einen 3-stufigen Vorfilter. Als erstes kommt ein Sedimentfilter, dann ein Aktivkohlefilter und zum Schluss eine Keramikfilterpatrone für feinste Schwebeteilchen. Zur Überwachung der Vorfilter sind am Eingang und am Ausgang Manometer angebracht. Ein Druckabfall deutet auf verstopfte Vorfilter hin.

Zwischen Vorfilter und Membran ist das Magnetventil angebracht, welches die Anlage an- und abschaltet. Die Abwasserleitung ist aufgesplittet. Normalerweise fließt das Abwasser über einen Durchflussregler. Als Bypass ist hier noch ein Magnetventil eingesetzt, was ein automatisches Spülen der Membran ermöglicht.

Über die Steuerung wird vor jedem Betrieb ein Spülen der Membrane durchgeführt. Zusätzlich wird die Membrane in bestimmten Zeitabständen automatisch gespült.  

 

 

 Anbindung

Hier kommt im Esszimmer das Wasser aus der Decke. Natürlich alles ganz geordnet im Reinwasserschlauch der Osmoseanlage.

Hier wird auch die Steuerleitung für die Osmoseanlage durch eine Bohrung nach oben geführt.

Beide Leitungen werden noch in einen dünnen Kabelkanal hinter dem Balken verlegt, welcher im Aquarienuntergestell endet. 

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